Zunächst ist zu erwähnen, dass man beim Motorradführerschein unterscheidet, denn es gibt vier verschiedene Klassen. AM, hiermit können Sie bereits mit 16 Jahren fahren, allerdings nur kleine Krafträder bis 50 cm³ bzw. E-Roller bis 4 kW. A1, ebenfalls ab 16 Jahren möglich. Umfasst Motorräder bis 125 cm³ bzw. 11kW und eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h. Das Leistungsverhältnis von Leistung pro kg des Leergewichtes des Motorrades sollte 0,1 kW/kg nicht überschreiten. Beinhaltet ebenfalls die Klasse AM. A2, bis 35 kW, das Leistungsverhältnis sollte bei maximal 0,2 kW/kg liegen. Ab dem Alter von 18 Jahren möglich, bei Besitz von A1 ist lediglich die praktische Prüfung mit einer großen Maschine notwendig. Beinhaltet die Klassen AM und A1. A, ist ab 24 Jahren möglich, außer man besitzt 2 Jahre die Führerscheinklasse A2, dann kann man bereits mit 20 Jahren die Klasse A machen. Sie beinhaltet keine Leistungs- oder Hubraumbegrenzung. Sie enthält ebenfalls sämtliche A-Klassen.

Um den Motorradführerschein zu erhalten, benötigt man den Theorieunterricht von 12 Doppelstunden á 90 Minuten plus 4 Doppelstunden Spezialschulung Motorrad. Gefolgt von der theoretischen Prüfung. Im Anschluss folgt der Praxisunterricht. Dazu gehören 10 bis 12 allgemeine Übungsstunden, in denen man u. a. Slalom fährt und Bremsmanöver übt, um ein Gefühl für das Motorrad zu bekommen. Anschließend gibt es 12 Sonderfahrten. Dabei fährt man je 4-mal Überland, auf der Autobahn und in der Nacht. Je nach Können und den Einschätzungen des Fahrlehrers können es auch mal mehr oder weniger Stunden sein. Sobald man so weit ist, absolviert man die praktische Prüfung und wenn alles reibungslos klappt, hat man schon bald seinen Motorradführerschein, beispielsweise bei der A&A Fahrschule. Je nach Einschätzung des Fahrlehrers und des eigenen Könnens, benötigt man aller Erfahrung nach 2 bis 6 Monate, bis man alles geschafft hat.

Bei den Kosten sollte man Budget für Behördengänge, den Erste-Hilfe-Kurs und einen Sehtest einplanen. Zu erwähnen ist außerdem, dass ältere Führerscheininhaber von verschiedenen Sonderregelungen profitieren und gegebenenfalls Motorräder der Klasse A1 fahren dürfen. Es gibt zahlreiche Vorteile, die für Krafträder sprechen. Der größte Vorteil für junge Leute ist, dass man bereits mit 16 Jahren mobil ist. Mit dieser Mobilität erlangt man einen gewissen Grad an Freiheit, egal ob jung oder alt. Durch die geringe Größe im Vergleich zu einem Auto spart man sich die oft nervige Parkplatzsuche. Das geringe Gewicht von Motorrädern lässt das Gefährt spritsparend fahren. Auch mit wenig Vorkenntnissen kann man viel selbst am Motorrad schrauben. Zudem wird man als Motorradfahrer Teil einer eingeschworenen Gemeinde. Man grüßt sich stets und Gruppenausflüge sind keine Seltenheit. Nicht zuletzt lohnt es sich, den Motorradführerschein zu machen, weil Motorradfahren einfach Spaß macht.

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